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Durch
ein neues Gesetz, dass die Ergänzung zur Beihilfe
vorsieht, müssen viele Beamte und Pensionäre
ab 2009 eine zusätzliche private Krankenversicherung abschließen.
Obwohl Beamte im öffentlichen Dienst und Pensionäre
eigentlich von der Sozialversicherung befreit sind
und somit im Normalfall keine Beiträge in eine
gesetzliche Krankenkasse einzahlen. Um für den
Krankheitsfall trotzdem abgesichert zu sein, beteiligt
sich der öffentliche Arbeitgeber an den Krankheitskosten
durch die sogenannte Beihilfe in gleicher Höhe,
wie ein privater Arbeitgeber, der die Hälfte der
Krankenkassenbeiträge zahlt. Allerdings müssen
die verbleibenden Kosten bei Krankheit vom betreffenden
Beamten oder Pensionär gezahlt werden, weil eben
die Beihilfe immer nur einen Teil der Krankheitskosten
abdeckt.
Hier kommt
nun das ab 2009 geltende neue Gesetz ins Spiel, mit
der Folge, dass viele Beamte und Pensionäre mehr
Geld für ihre Krankenversicherung ausgeben müssen
als vorher. Grund dafür ist, dass Hunderttausende
Beamte keine private Zusatzversicherung abgeschlossen
haben, um den eigenen 50-Prozent-Anteil abzusichern.
Lieber haben sie bisher darauf spekuliert, dass der
Betrag auf Dauer der im Krankheitsfall aus eigener
Tasche zu zahlen ist niedriger sein würde, als
die zu zahlenden monatlichen Beiträge in eine
Versicherung.
Ab dem 1. Juli 2009 sind dann alle Beamte die sich noch
nicht ergänzend versichert haben gesetzlich verpflichtet,
bei einer privaten Krankenversicherung einen Beihilfekonformen Vertrag abzuschließen. Dies gilt ebenfalls
für Pensionäre, die dann ihren bei 30 Prozent
liegenden Eigenanteil privat absichern müssen.
Und gerade für Pensionäre hat das finanzielle
Folgen, weil das Eintrittsalter bei der privaten Krankenversicherung
maßgeblich für die Höhe der Versicherungsprämie
ist. Des weiteren muss der Vertrag die Leistungen des
Beihilfeträgers auf den festgelegten Mindestumfang
ergänzen. Dies wiederum hat zur Folge, dass Beamte
und Pensionäre wenig Spielraum haben um zu entscheiden,
welche Versicherung für sie sinnvoll ist. Ein
Versicherungsrechner ist trotzdem eine gute Methode um
die besten Anbieter herauszufiltern und sollte deswegen
auf jeden Fall durchgeführt werden. |