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In Deutschland
wurden bereits rund 10 Millionen Riesterverträge
zur privaten Altersvorsorge abgeschlossen. Viele davon
aber völlig übereilt, ohne sich vorher über
einzelne Anbieter, z.B. durch einen Versicherungsrechner, zu informieren.
So wissen 95 Prozent der Deutschen nicht wie lukrativ
die Riester-Rente eigentlich ist.
Und die Unwissenheit hat einen entscheidenden Einfluss
auf die spätere private Rente, die dann monatlich
ausgezahlt wird. Denn die Unterschiede sind wirklich
gravierend.
So erreichen
gute Anbieter eines Riester-Vertrages fünf bis
sieben oder sogar noch mehr Prozent Verzinsung pro
Jahr, während andere es nur auf zwei bis drei
Prozent schaffen.
Dieser Fakt
kann schon nach zehn Jahren einen Verlust von mehreren
Tausend Euro bedeuten. Darum sollte unbedingt jährlich
beim Anbieter die Rendite erfragt werden. Wenn diese
langfristig eher unterdurchschnittlich ausfällt,
dann ist die Kündigung des Riester-Vertrages auf Jahre gesehen, trotz kleinerer
Formalitäten, der lohnendere Weg. Denn mit dem
Wechsel zu einem anderen Anbieter der eine höhere
Rendite erzielt, steigt natürlich auch die monatliche
Rente im Ruhestand.
Bei einer
Kündigung des Vertrages muss allerdings immer
die Frist von drei Monaten zum Ende eines Quartals
eingehalten werden. Dabei ist zu beachten, dass vor
der Kündigung des bisherigen Riester-Vertrages
bereits ein neuer bei einem anderen Anbieter abgeschlossen
wurde. Das gesamte eingezahlte Kapital inklusive aller
staatlichen Zulagen wird dann nach erfolgter Kündigung
an den neuen Anbieter überwiesen. Es geht also
kein Geld verloren, allerdings wird beim Wechsel meist
eine Gebühr berechnet. Diese liegt in der Regel
zwischen 50 und 150 Euro und wird vom bisherigen Anbieter
verlangt. Sehr oft aber wird diese Summe dann aus Kulanz
auf Nachfrage vom neuen Anbieter übernommen. |