Ausbildungsvorsorge

Ausbildungsvorsorge Jeder der Kinder hat, möchte ihnen auch etwas bieten. Hierzu zählt natürlich auch die Finanzierung der Ausbildung oder eines möglichen Studiums. Aber auch der Führerschein und das erste Auto stehen dabei ganz oben auf der Wunschliste. Viele Eltern entschließen sich deshalb schon früh, Geld für ihren Nachwuchs zurückzulegen. Allerdings ist hierbei einiges zu beachten, denn nicht jede Geldanlage eignet sich dafür.
So zum Beispiel Ausbildungsversicherungen, die mit speziellen Kinderpolicen um das Geld der Eltern werben. Jedoch lohnt das Sparen mit Versicherungen nicht wirklich. Denn erstens ist die übliche Kombination aus Versicherung und Geldanlage zu teuer für den Anleger, da der Versicherer die Kosten für die Verwaltung und das Sterbefallrisiko mit den Sparraten verrechnet und zweitens sei es zudem ungewiss, ob die zu erwartenden Überschüsse je erreicht würden.

Deshalb sollten Eltern Versicherungsverträge und die finanzielle Ausbildungsvorsorge strikt trennen. Wer z.B. mit einer fondsgebundenen Lebens- oder Rentenversicherung vorsorgen möchte, der bekommt bei dieser Anlageform keinen Garantiezins. Sollten die darin enthaltenen Fonds jedoch schlecht laufen und ins Minus fallen, macht der Versicherte Verluste. Theoretisch ist sogar ein Totalverlust des gesamten Kapitals möglich. Das liegt daran, da Fonds in Aktien, Anleihen oder Immobilien investieren, deren Entwicklung nicht vorhersehbar ist. Somit können die Anbieter die Höhe der Auszahlung auch nicht garantieren.

Der richtige Weg zur Ausbildungsvorsorge

Eine Anlageform, die allen Bedürfnissen entspricht, gibt es jedoch nicht. Eltern sollten vor der Auswahl eines Anlageproduktes aber immer klären, welchem Risikotyp sie entsprechen und wie flexibel die Sparform sein soll. Bedacht werden sollten hier zudem die Flexibilität der Einzahlungen sowie der Ausstiegstermin.
Kommen für Eltern nur kurze Anlagelaufzeiten von wenigen Jahren infrage, empfehlen sich festverzinsliche Banksparpläne. Diese werden von vielen Banken angeboten. Eine weitere Anlage mit maximaler Flexibilität bietet gut verzinstes Tagesgeld. Hier können Eltern zu jeder Zeit Geld ein- und auszahlen. Vom klassischen Sparbuch allerdings raten die Experten wegen der niedrigen Verzinsung ab. Sollte der Ausbildungsbeginn noch mehr als zehn Jahre in der Zukunft liegen und Eltern das Risiko nicht scheuen, könnten Aktien enthaltende Fondssparpläne sinnvoll sein. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass diese breit angelegt sind und viele Branchen und Länder umfassen, um für eine Ausbildungsvorsorge geeignet zu sein. Ein kostenloses Minderjährigen-Depot und Rabatte bei den Direktbanken helfen, die anfallenden Kosten für Kauf und Depotgebühren zu minimieren.

Auf wessen Namen abschließen?

Eltern haben die Möglichkeit eine Geldanlage auf den eigenen Namen oder auf den Namen des Kindes abzuschließen. Aber auch für Großeltern, Tanten oder Onkel ist dies möglich. Wenn der Vertrag unter dem eigenen Namen abgeschlossen wird, kann der Anleger frei über das Geld verfügen. So kann es beispielsweise die Großmutter zum Kauf eines Autos für den Enkel verwenden. Wird der Vertrag jedoch im Namen des Kindes abgeschlossen, ist die Verfügung des Anlegers eingeschränkt Allerdings können daraus steuerliche Vorteile entstehen, nämlich dann, wenn eine bestimmte Zinshöhe erreicht wird. In diesem Fall müssen Kapitalerträge erst versteuert werden, wenn sie im Jahr mehr als 801 Euro betragen. Liegen die Erträge über dieser Grenze, werden 25 Prozent Abgeltungssteuer fällig.