Gesetzliche Krankenkasse

Gesetzliche Krankenkasse In Deutschland sind etwa 70 Millionen Menschen Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse. Dabei haben alle Versicherten einen Anspruch auf dieselben Versicherungsleistungen. Allerdings ist es seit der Gesundheitsreform 2009 auch möglich, den Gesundheitsschutz individuell zu gestalten.
Die Gesetzliche Krankenkasse bietet dafür spezielle zusätzliche Leistungen, die jeder mit seiner Kasse separat vereinbaren kann. Zudem haben Versicherte die Möglichkeit mit Bonusprogrammen finanzielle Vorteile zu erzielen. Aus diesem Grund lohnt es sich immer noch die Krankenkassen mit einem Versicherungsrechner im Auge zu behalten. Mit der Gesundheitsreform wurde auch beschlossen, dass alle Krankenkassen nach den gleichen Regeln Geld aus dem Gesundheitsfonds erhalten. Sollte eine gesetzliche Krankenkasse mit diesem Betrag nicht auskommen, so muss sie von ihren Mitgliedern einen Zusatzbeitrag verlangen.

Eine günstige Krankenkasse wählen

In Deutschland hat jeder Arbeitnehmer die Wahl, in welcher gesetzlichen Krankenkasse er sich versichern möchte. Zur Auswahl stehen dabei die Allgemeinen Ortskrankenkassen, die Ersatzkrankenkassen, sowie die Betriebs- und Innungskrankenkassen.
Allerdings gibt es auch einige Einschränkungen. So nehmen einige Betriebs- und Innungskrankenkassen nur Beschäftigte auf, die zu bestimmten Betrieben und Berufsgruppen gehören oder aber ihre Aktivität wird per Satzung auf bestimmte Regionen begrenzt. Die Ortskrankenkassen und Ersatzkrankenkassen stehen dagegen für gesetzlich Versicherte aus ganz Deutschland offen.

Leistungsunterschiede bei der gesetzlichen Krankenkasse

Die einzelnen Krankenkassen bieten nahezu 95 Prozent einheitliche Mindestleistungen, die durch den Gesetzgeber vorgeschrieben sind. Demnach zahlt die Kasse für die Versicherten stets das, was an ärztlichen Behandlungen notwendig sowie wirtschaftlich ist.
Allerdings werden neben den Pflichtleistungen in vielen Fällen auch Extraleistungen angeboten, die von den Krankenkassen im Rahmen ihres gesetzlich eingeräumten Ermessensspielraums selbst gestaltet werden können. Und genau diese Extraleistungen machen die Leistungsunterschiede aus, auf die deshalb bei einer Krankenkassenauswahl geachtet werden sollte. So bezahlen beispielsweise einige Krankenkassen zusätzlich zur medizinischen Mindestversorgung auch für Akupunktur und Naturheilkunde sowie für Zusatzimpfungen und Gesundheitskurse. Ein unverbindlicher Krankenkassenvergleich bietet die Möglichkeit, diese Leistungsunterschiede der einzelnen Anbieter auf die Spur zu kommen und so eine günstige Krankenkasse zu finden.

Krankenkassenwechsel

Mit der in Deutschland bestehenden Krankenkassenwahl hat jeder gesetzlich Versicherte auch die Möglichkeit, die Mitgliedschaft seiner Krankenkasse, mit der Einhaltung einer zweimonatigen Frist, zum Ende des Kalendermonats zu kündigen um dadurch in eine andere günstige Krankenkasse zu wechseln.
Zu beachten ist dabei, dass die Kündigung immer selbst erfolgen muss und immer per Einschreiben mit Rückschein erfolgen sollte. Wenn es sich anbietet, so kann die Kündigung auch persönlich in der nächsten Geschäftsstelle abgegeben werden. Nach spätestens 14 Tagen muss dann die Kündigungsbestätigung durch die Gesetzliche Krankenkasse ausgestellt sein. Diese ist dann zusammen mit dem Eintrittsformular rechtzeitig innerhalb der Kündigungsfrist an die neue Krankenkasse zuzusenden. Ist der Wechsel vollzogen, dann ist man für mindestens 18 Monate an die neue Kasse gebunden. Sollte die Gesetzliche Krankenkasse allerdings in dieser Zeit erstmalig einen Zusatzbeitrag erheben, so besteht ein Sonderkündigungsrecht. Auch hier beträgt die Kündigungsfrist zwei Monate zum Monatsende. Jedoch ist eine Sonderkündigung generell ausgeschlossen, wenn bei der Krankenkasse ein Wahltarif abgeschlossen wurde, denn dann muss der Versicherte mindestens für drei Jahre Mitglied bleiben.

Wahltarife der gesetzlichen Krankenkassen

Wahltarife gibt es sowohl mit Selbstbehalt als auch mit Beitragsrückzahlung, die zur Anwendung kommen, wenn ein gesetzlich Krankenversicherter ein Jahr lang keine medizinische Behandlung in Anspruch nimmt. Beim Wahltarif mit Beitragsrückzahlung verpflichtet sich der Versicherte, ein Jahr lang keine Leistungen in Anspruch zu nehmen.
Ausgeschlossen davon sind allerdings Vorsorgeuntersuchungen. Bei Erfolg bekommt der Versicherte im nächsten Jahr eine Prämie, kann dabei jedoch kein Geld verlieren. Beim Wahltarif mit Selbstbehalt dagegen, geht der Versicherte immer auch ein finanzielles Risiko ein, da er mit der Krankenkasse vereinbart, für Behandlungskosten bis zu einem bestimmten Betrag selbst aufzukommen. Auch in diesem Fall gewährt ihm die Kasse dann eine Prämie. Sollte der Versicherte dann jedoch erkranken oder durch einen Unfall verletzt werden, so steigen damit auch die Behandlungskosten. Im ungünstigsten Fall muss er dann drei Jahre lang einen höheren Beitrag zahlen, als im Normalfall. Mit dem Abschluss eines Wahltarifs geht der Kunde zudem eine dreijährige Mitgliedschaft mit der Krankenkasse ein, ohne Sonderkündigungsrecht.
0
0
0
s2smodern