Rechtsschutzversicherung

Rechtsschutzversicherung In den letzten Jahren hat die Rechtsschutzversicherung einen immer wichtiger werdenden Stellenwert unter den Versicherungen eingenommen. Denn Recht haben ist eine Sache, doch Recht bekommen eine ganz andere.
Zunehmende soziale Auseinandersetzungen im Bereich der Mietstreitigkeiten, im Straßenverkehr, im Arbeitsrecht sowie im Steuerrecht machen da einen soliden Rechtsschutz besonders wichtig, um sein Recht juristisch durchsetzen zu können und das ganz ohne finanzielles Risiko. Wer jedoch auf diesen Versicherungs- schutz verzichtet und einen Rechtsstreit verliert, muss neben den Anwaltskosten und den Gerichtskosten, gegebenenfalls auch die Sachverständigen- und Zeugenentschädigungen selbst bezahlen.
Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt diese Kosten bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Vor einem Vertragsabschluss ist es aber sinnvoll, den passenden Anbieter mit einem Versicherungsrechner zu ermitteln, um so sicher sein zu können, auch wirklich eine günstige Versicherung gefunden zu haben.

Leistungsumfang der Rechtsschutzversicherung

Vom Versicherungsschutz und damit auch vom vollen Leistungsumfang profitiert zuallererst der Versicherungsnehmer selbst. Allerdings können ebenfalls der Ehepartner sowie die minderjährigen Kinder in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen werden, aber auch erwachsene unverheiratete Kinder die sich noch in der Ausbildung befinden. Eine Rechtsschutzversicherung umfasst dabei folgende Leistungen:

- Die Kostenübernahme für den Anwalt im Rahmen der gesetzlichen Gebührenordnung
- Die Übernahme der Gerichtskosten sowie die Kosten für Gerichtsvollzieher
- Die zur Erstattung verpflichteten Kosten der Gegenseite

Außerdem übernimmt eine Rechtsschutzversicherung auch die Kosten für außergerichtliche Schlichtungs- verfahren sowie für die Übersetzung der notwendigen Unterlagen bei Verfahren im Ausland und stellt bei Strafsachen eine Kaution. Entscheidend für die Höhe der Kostenübernahme ist die im Vertrag geregelte Versicherungssumme.
Damit die Beiträge dabei aber erschwinglich bleiben, lassen sich nicht alle denkbaren Fälle abdecken. Diese Auseinandersetzungen die nicht versichert werden können, werden Leistungseinschränkungen genannt.
Hierzu zählen z.B. Parkverstöße im Straßenverkehr, Streitigkeiten rund um den Hausbau, Spekulations- geschäfte sowie Auseinandersetzungen um Spiel- und Wettverträge. Auch bei Familienstreitigkeit und Erbangelegenheiten leistet eine klassische Rechtsschutzversicherung nicht, sondern erstattet in diesen Bereichen lediglich die Beratungskosten. Für Streitigkeiten zwischen gemeinsam in einer Police versicherten Personen, beispielsweise bei Scheidung, wird vom Versicherer eine Zusatzversicherung angeboten. Zu beachten gilt, dass für Fälle die sich vor dem Versicherungsbeginn ereignet haben, kein Versicherungsschutz gewährt wird. Bei bestimmten Rechtsstreitigkeiten besteht zudem eine dreimonatige Wartezeit, was bedeutet, dass der Versicherer während dieser Zeit nach dem Versicherungsbeginn nicht leistet.

Was kostet eine Rechtsschutzversicherung?

Eine Rechtsschutzversicherung kann heutzutage schon für wenig Geld abgeschlossen werden. Dabei werden für die Beitragsberechnung zwei Kostenmodelle angewandt, zum einen der Rechtsschutz mit Selbstbeteiligung und zum anderen der Rechtsschutz ohne Selbstbeteiligung.
Am günstigsten ist hier immer der Vertrag, der mit einer Selbstbeteiligung gewählt wird. Dabei kann die Selbstbeteiligung auch stufenweise gewählt werden. Je höher diese liegt, umso niedriger werden die Tarife angesetzt. Empfehlenswert ist hierbei eine Selbstbeteiligung im Umfang von 150 bis 250 Euro. Des Weiteren sind die Kosten einer Rechtsschutzversicherung davon abhängig, wie viele Leistungsbausteine in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen werden. Hierzu zählen der Privatrechtsschutz, der Arbeitsrechtsschutz, der Verkehrsrechtsschutz sowie der Mietrechtsschutz.

Den passenden Tarif mit Versicherungsrechner ermitteln

Die Rechtsschutzversicherung bietet mehrere Leistungsbausteine, die je nach der beruflichen und privaten Lebenssituation abgeschlossen und später auch angepasst werden können. Vor jedem Abschluss sollte sich allerdings jeder genau informieren, welcher Versicherungsschutz sinnvoll ist.
Zu beachten gilt dabei, dass die gewählte Deckungssumme, bis zu der die Versicherung für die Kosten aufkommt, nicht zu niedrig gewählt wird, sondern mindestens 200.000 Euro beträgt. Mit der Einwilligung einer Selbstbeteiligung kann zudem der Preis der Versicherungspolice günstiger gestaltet werden. Bevor aber eine zu hohe Selbstbeteiligung gewählt wird, sollte immer auf die eigenen Finanzrücklagen geachtet werden. Zu empfehlen ist außerdem, die Tarifentwicklung der Rechtsschutzversicherung immer im Auge zu behalten und einen unverbindlichen Versicherungscheck durchzuführen. Denn ein Wechsel des Anbieters ist jährlich möglich.
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